Rechenschaftsbericht  2004 - 2008                                                                                                                                                                                                                                                          

 

Liebe Freundinnen und Freunde der Arbeiterwohlfahrt,                   

hinter uns liegen vier Jahre in denen uns gesellschaftspolitische und sozialpolitische Veränderungen brachial aufgedrängt wurden. Die weltweiten Anhänger der Globalisierung konnten ihr Gewicht in der öffentlichen Meinung und in den wirtschaftlichen Wertschöpfungsprozessen nachhaltig steigern. Gesamtgesellschaftliche Verantwortung, besonders aus der Eigentumsverpflichtung und der Notwendigkeit einer gesunden Solidargemeinschaft werden nur noch am Rande diskutiert. In unserem Lande brechen zum Teil ganze wirtschaftliche Strukturen weg, vor allem im Bereich von niedrig qualifizierten Tätigkeiten. Diesen massiven Arbeitsplatzaderlass konnte weder die Politik noch die verantwortungsbewusste Wirtschaft bislang ausgleichen. Nach neueren Erhebungen planen bis zu 30% der gewerblichen Unternehmen Arbeitsplätze ins Ausland zu verlagern. Es wurden bislang keine tragfähigen Konzepte entwickelt um diesen Teil der Arbeitslosen einen adäquaten Arbeitsplatz zu schaffen. Die sich daraus ergebenen sozialen und politischen Verwerfungen zeichnen sich schon ganz deutlich bei den letzten Landtagswahlen ab. Wir wissen aus wissenschaftlichen Untersuchungen, dass sich gerade in diesen gesellschaftlichen Schichten mittlerweile Subkulturen herausgebildet haben, die mit der Wirklichkeit stark kontrastieren. Die führt zu beträchtlichen Belastungen der Öffentlichen Haushalte in den Kommunen, Ländern und dem Bund. Diese Mittelbindung für überwiegend konsumtive Zwecke fehlt in den Budgets um die dringend notwendigen Investitionen  in unserm Bildungssystem zu leisten. Dies ist eine Entwicklung die weder gesellschaftlich noch wirtschaftspolitisch erwünscht sein kann. In unserem Schulsystem entscheidet, wie vor 100 Jahren, das Elternhaus über den Schulerfolg der Kinder und nicht unbedingt deren schulische Leistungen. Wir verlieren wertvolle Ressourcen im internationalen Vergleich die unseren Wohlstand mittelfristig weiter abschmelzen lassen. Lassen wir die letzten Jahre Revue passieren, dann müssen wir feststellen, dass die Einkommen aus unselbständiger Arbeit einen beträchtlichen Verlust an Kaufkraft hinnehmen mussten. Der Verlust der Reallöhne ist aber nicht gleichmäßig verteilt : bei geringeren Einkommen ist er spürbar höher als bei den höheren Gehältern. Diese Entwicklung trägt zu einer weiteren Entsolidarisierung  unserer Gesellschaft. Wir müssen uns die Frage gefallen lassen, ob wir sehendes Auges zulassen wollen, dass wir mittelfristig Zustände wie z.B. in den USA oder in bestimmten Schwellenländern bekommen, dort werden die Wohnviertel von wohlhabenden Bürgern durch hohe Zäune und durch Sicherheitskräfte geschützt. Ich denke dies kann kein erstrebenswerter Zustand in einem zivilisierten mitteleuropäischen Land sein.

Die Ungleichheiten in unserem Bildungssystem bergen einen gesellschaftspolitischen Sprengsatz der nicht nur latent vorhanden ist. Er zeigt sich schon ganz deutlich in unseren Bildungseinrichtungen : die Schulversagerquoten steigen spürbar an, Verhaltensauffälligkeiten nehmen zu . Die vorhandenen Möglichkeiten schwächere Schüler zu fördern werden nur halbherzig organisiert. Erfolgreiche Schulkonzepte, z.B. Gesamtschulen als Ganztagsschulen werden nur zögerlich in der Fläche angeboten, obwohl die Nachfrage der Eltern nach diesem Schultyp hoch ist. Die Bildungspolitiker ignorieren vielfach diesen Elternwunsch.

Wir haben uns als AWO schon vor mehr als zehn Jahren im Rahmen der freiwilligen Ganztagsschulen verantwortlich engagiert.

In den letzten Jahren werden die berechtigten Anliegen der von Schäden des Bergbaues betroffener Anwohner immer energischer vorgetragen. Es kann nicht hingenommen werden, dass durch private Bergbauunternehmen verursachte Schäden hingenommen werden müssen. Aktuell haben wir durch Beben verursachte Schäden in dem Abbaufeld Primsmulde erlebt, die ein sofortiges Ende des Bergbaues an der Saar zur Folge haben dürften. Es erhebt sich die Frage, wie sozialverträglich dies für die mehr als 5000 Beschäftigten organisiert werden kann. Wir hatten im Saarland schon einmal strukturelle Schwierigkeiten in der Montanindustrie mit weit reichenden Folgen für die Leistungsfähigkeit des Landes. Seit dieser Zeit ist das Land überschuldet, trotz einer einmaligen Teilentschuldung.

Die voraussichtlichen Belastungen aus dem auslaufenden Bergbau werden sicherlich die leicht verbesserten Steuereinnahmen mehr als aufbrauchen, so dass das Land im Vergleich zu den übrigen Flächenstaaten weiter zurückfallen wird. Die Landesregierung hat bislang noch kein stimmiges Lösungskonzept vorgelegt. Die Arbeiterwohlfahrt als ein wichtiger Wohlfahrtsverband hat zu aktuellen Anlässen der Bildungspolitik, Kinder und die Betreuung von Jugendlichen, Vereinbarkeit von Familien und Beruf deutlich Position bezogen.

Wir leisten auf der Kreisebene einen wichtigen ehrenamtlichen Beitrag in der Betreuung von Kindern in unserer Ferienfreizeit. Sie ermöglicht den Eltern, zu günstigen Konditionen, ihre Kinder für zwei Wochen pädagogisch sinnvoll betreut zu werden. Viele Mitglieder des Vorstandes leisten diese Arbeit. Dafür möchte ich mich ganz herzlich auch bei den Partnerinnen bedanken, denn ohne deren Verständnis sind diese Anstrengungen nicht zu leisten.

Herzlichst

Ihr

J. Wölfl

   Josef Wölfl  

Kreisvorsitzender

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Kreisvorstand 2004 - 2008                                                

Kreisvorsitzender: Josef Wölfl  (Besseringen) ,  stellv. Kreisvorsitzende : Thomas Kiefer  (Merzig) , Karl-Josef Kratz  (Losheim), Gabi Laub  (Losheim) und Claudia Wagner  (Honzrath).   

Schriftführer/in : Ursula Annen (Brotdorf) , stellv. Schriftführer:  Rudi Mohr  (Mettlach).

Kassierer/in : Karlmann Pinter (Beckingen) , stellv. Kassiererin: Steffi Becker  (Merzig).

.Ehrenvorsitzender : Hugo Waschbüsch (Honzrath),  (verstorben 2006) .

Beisitzer/innen : Benno Rupp (Brotdorf), Norbert Haas (Hilbringen), Rudolf Braun (Beckingen), Bernard Balzert (Honzrath), Manfred Woßog (Mettlach), Heinrich Adam (Merzig) und Bernd Hero (Wadern).

 

Kreisausschuss 2004 - 2008

Karl Hirtz  (Weiskirchen), Thomas Blaumeiser  (Hilbringen), Volker Pfeifer  (Bietzerberg-Merchingen), Herta Wölfl  (Besseringen), Herbert Dreher  (Schwemlingen), Karl-Heinz Kewerkopf  (Brotdorf ),      Karl Meyer  (Gemeindeverband Losheim) und Rosi Theobald  (Wadern).

Beratende Mitglieder: Wolfgang Hermann  (Losheim), Lutwin Scheuer  (Merzig) und Albert Lang  (Wadern).

Revisoren: Manfred Dollwet, Hans-Ulrich Pieper und Roland Seiwert.

 

Mitglieder des Kreisvorstandes im Landesvorstand der Arbeiterwohlfahrt

Josef Wölfl (Kreisvorsitzender, Ortsverein Besseringen) und Claudia Wagner, (stellv. Kreisvorsitzende, Ortsverein Honzrath .

 

Mitglieder des Kreisvorstandes im Landesausschuss

Josef Wölfl (Kreisvorsitzender, Ortsverein Besseringen), Claudia Wagner, (stellv. Kreisvorsitzende, Ortsverein Honzrath, Thomas Kiefer  (stellv. Kreisvorsitzender, Ortsverein Merzig) und Bernard Balzert (Ortsverein Honzrath).

 

Vertreter des Kreises in den Fachausschüssen des Landesverbandes

Alten- und Behindertenhilfe:  Karl-Josef  Kratz, Ortsverein Losheim.

Ambulante Dienste und Gesundheit: Claudia Wagner, Ortsverein Honzrath.

Jugend, Frauen, Familien, Ausländer, Soziales und Freizeiten : Karlmann Pinter, Ortsverein Beckingen.

Organisation und Öffentlichkeitsarbeit: Rudolf Braun, Ortsverein Beckingen.

 

Ausschüsse des Landkreises Merzig-Wadern

Psychiatriebeirat : Bernard Schwarzwald, Wadern.

Kreispflegeausschuss : Wolfgang Hermann, Losheim.

Jugendhilfeausschuss : Werner Konz, Ortsverein Beckingen und Josef Wölfl, Ortsverein Besseringen.

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Ferienfreizeit

Die sozialpolitischen Aktivitäten unseres Kreisverbandes erstrecken sich über ein breites Spektrum.

Wir führen seit über 14 Jahren eine Ferienfreizeit in den Sommermonaten durch.  Dieses Angebot wird von mehr als 80 Kindern im Alter von 6-12 Jahren jährlich genutzt. die Ferienfreizeit findet überwiegend in einer AWO- Einrichtung in Weierweiler statt. Dieser Standort ist weitab von den Verkehrsströmen und bietet den Kindern ideale Voraussetzungen zum gemeinsamen Spiel, Basteln und sportlichen Aktivitäten sowohl im Freien als auch bei schlechtem Wetter in der Turnhalle.

Die Betreuung der Kinder erfolgt durch ehrenamtliche Mitglieder in ihrer Freizeit. Das Betreuerteam unter der Leitung von Christian Kleser und Stefanie Reiter umfasst Natalie Hepting, Katharina Grzyb, Sandra Schnubel, Stephan Knapp, Carmen Wölfl und Johanna Kerber.

Die Anmeldungen nimmt Frau Engels in der Geschäftsstelle entgegen. Die Routenplanung und der Einsatz der ehrenamtlichen acht bis zehn Fahrer zusammen mit acht Kleinbussen erfolgt seit Jahren durch Benno Rupp.

Den Fahrdienst übernehmen Mitglieder aus den einzelnen Ortsvereinen.

Die Pädagogische Begleitung der Betreuer und Kinder liegt in der Hand von Thomas Kiefer.

Das Küchenteam, ebenfalls ehrenamtlich tätig, bereitet täglich ein kleines zweites Frühstück, Mittagessen und ein Abendessen für die Kinder.  Karl-Josef Kratz trägt hierfür die Verantwortung.

Wir befördern unsere kleinen Gäste täglich von ihren Wohnungen zum zentralen Veranstaltungsort und bringen sie am späten Nachmittag wieder nach Hause.

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Saarpedal

Der Kreisverband der AWO beteiligt sich seit Jahren an der überregionalen Veranstaltung Saarpedal.  Diese Veranstaltung wird von zigtausend Gästen aus nah und fern besucht. Im Merziger Stadtpark wird sie durch den Oberbürgermeister Lauer gegen 10:00 Uhr eröffnet.  In der Startzone können wir unseren Pavillon und einen Getränkewagen aufstellen. Wir bieten Rostwürste, Kartoffelpuffer und Getränke an.  Die Organisation wird seit Jahren engagiert durch Thomas Kiefer, Karl-Josef Kratz und Karlmann Pinter sichergestellt. Der Einsatz unserer ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer wird zweistündlich rollierend aus  den Ortsvereinen des Kreisverbandes gewährleistet. Der finanzielle Beitrag von Saarpedal ist vom Wetter abhängig.  An einem schönen Tag können wir in der Regel einen leichten Überschuss erwarten. Dieser wird dann bestimmten Projekten oder Einrichtungen zur Verfügung gestellt.

Wir nutzen Saarpedal um uns auch als AWO Kreisverband darzustellen durch Flyers, Broschüren und kleinere Werbegeschenke.  Andere vergleichbare Wohlfahrtsverbände können dies offensichtlich in dieser Form nicht leisten.  Dies unterscheidet uns wohltuend von Ihnen.

 

                                               Saarpedal  im Stadtpark  Merzig

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50 Jahre AWO Kreisverband Merzig-Wadern e. V.

Der AWO Kreisverband feierte am 11.11.2006 sein Jubiläum in der Stadthalle Merzig. Wir konnten viele Gäste begrüßen.

Vor allem :

Unseren Schirmherrn  Siegfried Eckert, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Merzig-Wadern.

Paul Quirin,  Landesvorsitzender der AWO.

Herr Dr. Alfons Lauer,  Oberbürgermeister der Stadt Merzig.

Frau Daniela Schlegel-Friedrich,  Landrätin des Kreises Merzig-Wadern.

Frau Anke Rehlinger,  MdL.

Frau Heidrun Möller,  MdL und AWO Kreisvorsitzende Saarpfalz.

Herr Otmar Meier,  stv. Landesvorsitzender.

In ihren Grußworten findet sich die hohe Akzeptanz der AWO in der Gesellschaft wieder.

Siegfried Eckert führte aus:

Friedrich Nietzsche sagte einmal: "Die Hoffnung ist der Regenbogen über den herabstürzenden Bach des Lebens ".

Wie passend ist dieses Zitat angesichts der Hoffnung, den die vielen Helferinnen und Helfer der Arbeiterwohlfahrt im grünen Kreis bedürftigen Menschen bereits gegeben haben und dies auch in Zukunft weiter tun werden.  Aus den Trümmern des ersten und zweiten Weltkriegs entstanden und selbst in Zeiten der Unterdrückung und des Verbots stets für die Armen und Schwachen aktiv, kam es auch in der ländlichen Region in unserem Landkreis 1956 zur Gründung des selbständigen Kreisverbandes Merzig-Wadern.

In nun fünf Jahrzehnten konnte durch den Einsatz von vielen berufstätigen und ehrenamtlich tätigen Frauen und Männern die Not, das Leid und die Perspektivlosigkeit zahlreicher Menschen gemildert werden. Diese Aufgabe, die nicht immer auf Verständnis und volle Unterstützung in unserer Gesellschaft stößt, ist um so höher zu bewerten, da die Empfänger Ihrer Leistungen häufig so mit sich selbst und den eigenen Problemen beschäftigt sind, dass Dankbarkeit nur eingeschränkt gezeigt werden kann.

Dr. Alfons Lauer :

Im Kreis Merzig-Wadern unterhält die Arbeiterwohlfahrt als einer der aktivsten Verbände im Bereich des Sozialwesens eine Vielzahl von Einrichtungen, die für die Befriedigung einer ganzen Reihe von sozialen Grundbedürfnissen unverzichtbar geworden sind. Die Bandbreite reicht hierbei von Therapeutischen Bauernhöfen über Werkstätten für Behinderte, ambulanten Plegediensten, Begegnungsstätten, dem Altenwohn- und Pflegeheim " Heinrich-Albertz-Haus" und Beratungsstellen bis hin zu Kindergärten und Kinderhorten. Ein wichtiges Element stellen die Ortsvereine mit ihrer großen Zahl ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer dar, deren Schwerpunkt vor allem in der Kinder- und Jugendarbeit, aber auch im Bereich Seniorenbetreuung liegt.

Das 50jährige Wirken des Kreisverbandes der Arbeiterwohlfahrt verdient größte Anerkennung und besonderen Dank.

Frau Daniela Schlegel-Friedrich :

Die Kreisverwaltung des Landkreises Merzig-Wadern und an ihrer Spitze der jeweilige Landrat oder die Landrätin haben in den vielen Jahren eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Arbeiterwohlfahrt im Landkreis Merzig-Wadern gepflegt. Alle Projekte und Aktivitäten aufzuzeigen würde den Rahmen meines Grußwortes sprengen. Deshalb möchte ich nur einige Beispiele nennen, die uns besonders am Herzen liegen. Dies sind im Bereich der Kinderbetreuung die Kindertageseinrichtungen der AWO in Honzrath, Oppen und in Besseringen.

Die Förderung der Erziehung in der Familie wird von der AWO im Landkreis Merzid-Wadern durch weitere Beratungsstellen sichergestellt, Elternspielkreise verschiedener AWO Ortsverbände ermöglichen Erfahrungsaustausch und Kontaktmöglichkeiten.

Im Bereich der Seniorenarbeit sind der Kreisverband der AWO und seine Einrichtungen im Landkreis Merzig-Wadern  verlässliche und vertrauenswürdige Partner für die Leitstelle " Älter werden". So könnte ich die Liste der Zusammenarbeit zwischen AWO und Kreisverwaltung problemlos fortführen.

Ich möchte dem Kreisverband der AWO Merzig-Wadern ganz herzlich zu diesem beachtlichen Jubiläum gratulieren und im Namen der Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Merzig-Wadern " Danke" sagen.  Einschließen in diesen Dank möchte ich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kreisverbandes der AWO Merzig-Wadern, aber auch ganz besonders alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, ohne die ein Verband der Wohlfahrtspflege nur schlecht funktionieren könnte.

Ich gehe davon aus, dass die AWO im Landkreis Merzig-Wadern auch in Zukunft dazu beitragen wird, dass die Lebensbedingungen und Zukunftsperspektiven von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im Landkreis Merzig-Wadern auf diesem Niveau gehalten bzw. noch verbessert werden können.

Paul Quirin :

Das Herz unserer Aktivitäten war damals wie heute, die ehrenamtliche Arbeit unserer Ortvereine und Kreisverbände.  Alle unsere Ortsvereine haben seit der Gründerzeit humanitäre, karitative und soziale Dienstleistungen und Hilfen erbracht, von denen heute immer noch eine große Zahl durch die ehrenamtliche Tätigkeit gewährleistet wird. Daher sind die die Aktivitäten in unseren 119 Ortsvereinen mit weit mehr als 17000 Mitgliedern besonders wichtig.  Sie sind die Wurzel und das Herz der Arbeiterwohlfahrt.  Nur wo solidarisches Handeln ehrenamtlich so gepflegt und gelebt wird, können sich professionelle Hilfen zu einer solchen Qualität entwickeln, wie dies bei der AWO im Saarland der Fall ist.

Mit der Gründung des Kreisverbandes Merzig-Wadern wurde hierzu eine wichtige Grundlage geschaffen. Unsere AWO Saarland in ihrer heutigen Form wäre undenkbar, wenn sie nicht so fest vor Ort verankert wäre. Diese beachtliche ehrenamtliche Leistung wird uns weiterhin nur dann gelingen, wenn wir alle- in guter alter AWO -Tradition der Solidarität- zusammenstehen und jeder seinen Teil beisteuert.

Für die Organisation und die Durchführung des Jubiläums stand  der gesamte Vorstand und Helfer aus den einzelnen Ortsvereinen zur Verfügung.  Präsentationen  der einzelnen Ortsvereine und den hauptamtlichen Einrichtungen der AWO im Kreis Merzig-Wadern überzeugten sowohl unsere Mitglieder als auch unsere Gäste.  Die vielfältigen Aktivitäten unseres Wohlfahrtsverbandes wurden in unserer Festschrift dokumentiert.

Ich möchte mich bei allen Beteiligten für Ihren engagierten Einsatz im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten noch mal ganz herzlich bedanken.

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Herbsttage der AWO in Losheim 2007  

Der Kreisverband veranstaltet mit Unterstützung der AWO- Einrichtungen aus dem Landkreis Merzig-Wadern die Herbsttage in Losheim. In einem zweijährigen Turnus haben wir eine Plattform geschaffen, die die Arbeiterwohlfahrt als einen im Kreis fest verankerten Wohlfahrtsverband darstellt.  Die Veranstaltung steht immer unter einem bestimmten Themenschwerpunkt. Inhaltlich werden die Herbsttage durch Beiträge der einzelnen Einrichtungen, den Ortsvereinen und des Kreisverbandes getragen.

Wir haben in der Eisenbahnhalle in Losheim auch die geeigneten räumlichen Möglichkeiten gefunden, hier unsere hauptamtlichen Aktivitäten und unser ehrenamtliches Engagement einer breiten Öffentlichkeit zu zeigen. Unsere Herbsttage wurden von einer lebhaften Resonanz begleitet.

Wir werden künftig über neue Organisationsformen und Inhalte diskutieren.

           

          Der Kreisvorsitzende Josef Wölfl mit Ehrengästen                                           Aktivitäten für die Kinder

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" Lokales Bündnis für Familie"

Der AWO Kreisverband Merzig-Wadern e.V. ist Träger des Mikroprojektes "Gründung und Aufbau eines lokalen Bündnisses für Familien in Merzig".

Die Stadt Merzig und die AWO arbeiten gemeinsam am Aufbau des lokalen Bündnisses. Die Aufgabe der AWO ist es, in Absprache mit der Stadt und den beteiligten Akteuren ein selbsttragendes Netzwerk aufzubauen und zu pflegen, die Begleitung der Arbeitsgruppen und die Öffentlichkeit für die Interessen und Problemlagen von Kindern und Jugendlichen zu sensibilisieren. Die Stadt Merzig stellt dem AWO-Kreisverband dafür  im Rathaus kostenlos ein Büro zur Verfügung und übernimmt die dort anfallenden Sachkosten.

Der AWO-Kreisverband finanziert aus den Projektmitteln die Personalkosten in Höhe von 6.000 €  für Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen und sonstige Kosten. Die Verwendung der Gelder geschieht in Abstimmung mit der Stadt Merzig. Die Finanzierung des Mikroprojektes durch den AWO-Kreisverband erfolgt für den Zeitraum vom 01.09.2007 bis zum 30.06.2008.

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Seminar : Methodenkompetenz

Die Verbesserung der Methodenkompetenz und die Optimierung der Vorstandsarbeit in unseren Ortsvereinen wurden im Rahmen eines Seminars in Weiskirchen aufgearbeitet. Der Kreisvorsitzende konnte 19 Teilnehmer zu dieser gemeinsam mit der Stiftung Demokratie durchgeführten ganztägigen Veranstaltung begrüßen. Neben dem fachlichen Inhalt wurde auch die Möglichkeit zum gegenseitigen Kennen lernen  intensiv genutzt.

Wir werden auch künftig wieder verstärkt Seminare mit den Themenschwerpunkten : Vorstandsarbeit, Steuern in gemeinnützigen Vereinen und Vereinsverwaltung durchführen.

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Kreisgeschäftsstelle

Die Kreisgeschäftsstelle befindet sich in der Schankstraße 22 in der Kreisstadt Merzig, im Haus der Arbeiterwohlfahrt. Besetzt ist sie durch eine Halbtagskraft in der Verwaltung. 

Frau Edith Engels ist vielen Mitgliedern der Arbeiterwohlfahrt, die sich mit der Geschäftsstelle in Verbindung setzen, bestens bekannt.

  Frau Edith Engels

Schwerpunkte ihrer Arbeit sind die Mitgliederverwaltung, Briefverkehr, Vereinsverwaltung, das Beantworten vielfältiger Fragen der Ortsvereine und die Unterstützung der im Hause arbeitenden Einrichtungen der Arbeiterwohlfahrt.

Für Anregungen, Wünsche und Verbesserungsvorschläge seitens der Mitglieder der Arbeiterwohlfahrt, würde sich die Geschäftsstelle auch in Zukunft freuen.

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Sozialmobil

Unser Sozialmobil, ein behindertengerecht ausgestatteter Kleinbus ging nach dreimaligen Rechtsstreitigkeiten, mit dem ehemaligen Vertragspartner, endgültig  2007 in das Eigentum des Kreisverbandes über.

Karlmann Pinter betreute und verwaltete unser Sozialmobil zu unserer aller Zufriedenheit.

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Mitgliederentwicklung 

Jahr 2004 2005 2006 2007
Mitglieder 2.032 2.168 2.089 2.053

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Entwicklung Delegiertenmandate

Jahr 2004 2005 2006 2007
Mandate

40

38 37 39

Die Mitgliederzahlen konnten im Kreisverband relativ Konstant gehalten werden. In den Ortsvereinen gab es jedoch recht unterschiedliche Entwicklungen. Insgesamt hat der Kreisverband Merzig-Wadern das jüngste Durchschnittsalter im Landesverband Saar.

Korrespondierend mit der Mitgliederentwicklung konnte der Kreisverband auch seine Delegierten zur Landeskonferenz um zwei Mandate im Vergleich zu 2006 erhöhen.

Wir werden aber in der nächsten Legislaturperiode unseren Schwerpunkt vermehrt in der Werbung neuer Mitglieder setzen, denn wir können nur nachhaltig arbeiten und auch Einfluss nehmen wenn wir die Unterstützung einer zahlreichen Mitgliedschaft erfahren.

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AWO-OV Orscholz

Der Kreisvorsitzende konnte nach langwierigen doch zuletzt erfolgreichen Gesprächen in Orscholz einen neuen Ortsverein gründen. Gleich mit 34 Mitgliedern wurde in der Gründungsversammlung mit den beiden Mitinitiatoren Karlheinz Graus und Jörg Kiefer, ein neuer Vorstand gewählt .

Schwerpunkte der künftigen Arbeit werden die Einrichtung einer eigenen Begegnungsstätte und Akzente im kulturellen und sozialen Engagement sein. Die erste Veranstaltung Hexenrock war schon ein großer Erfolg.

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Rechnungslegung - 2007

in €

2007 2006 2005 2004
Mitgliedsbeiträge 11.052 11.712 12.554 11.994
Saarpedal 1.921 1.100 1.420 1.081
Ferienfreizeit 10.484 9.924 8.001 1.156
Spenden 788 638 531 502
Zinsen 2.724 2.941 1.419 3.514
Sonstige Erträge 5.422 5674 807 7.220
Personalaufwand 7.873 8.007 7.878 9.631
Abschreibungen 459 677 823 4.404
Reisekosten 1.682 1.678 886 302
Raumkosten 4.000 4.000 4.000 4.000
Fahrzeugkosten 2.764 553 882 2.534
Kosten Saarpedal 1.307 1.064 1.138  
Kosten Ferienfreizeit 10.220 10.027 9.179  
Sonstige Aufwendungen 2.934 5.482 1.514 4..899
Kfz-Steuern 431   785  
Jahresüberschuss/ 712 501    
-fehlbetrag     -2.353 -303

Die Rechnungsprüfung der Zahlen des Kreisverbandes fand regelmäßig in den Jahren 2004,  2005  und 2006 statt. Die letzte Prüfung fand am 13. März 2008 durch die Revisoren Manfred Dollwet und Roland Seiwert in den Räumen der Kreisgeschäftsstelle statt.

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